Berichte

Projekte, Veranstaltungen und Fahrten

Talentabend

Am 9.4.2019 luden die Schülerinnen und Schüler der Johann Hinrich Wichern Realschule ihre Familien und Freunde, ehemalige Lehrer und Unterstützer der Schule wieder zum traditionellen „Talentabend“ ein.

Mit einem beeindruckenden Programm begeisterten die jungen Talente das Publikum. Bei den Chorbeiträgen von verschiedenen Klassen reichte die Bandbreite von aktuellen Songs wie „Feuerwerk“ von Wincent Weiss über „Life is Life“ von Opus aus den 80zigern bis hin zu „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Durch das Programm an diesem Abend führte zum ersten Mal kein Lehrer, sondern Lena, eine Schülerin aus der Klasse 9. Anna-Lena aus Klasse 8 verzauberte das Publikum mit ihrem Soloauftritt mit Gesang und Ukulele genauso wie Hannah aus Klasse 10 am Piano.

Zwei Poetry Slam Beiträge, ein Animé-Clip, der selbst synchronisiert wurde und ein Arrangement von Trompete und Klavier zeigten beeindruckend das Spektrum der Talente und brachten das Publikum zum Staunen.

Alle Schülerinnen und Schüler wurden mit einem rauschenden Applaus gefeiert. Den Schülerinnen und Schülern wurde auch in diesem Jahr mit Unterstützung ihrer Lehrer eine Bühne und ein Rahmen geboten, um ihr Können zu zeigen, sich auszuprobieren und Wertschätzung zu erleben. Der Abend machte schon jetzt neugierig darauf, was wohl im nächsten Jahr zu sehen ist.

 

Arbeitslehre Klasse 6

"Das Kochen am Dienstag war toll. Als erstes haben wir etwas Theorie gemacht, um zu gucken was wir kochen und was wir brauchen. Danach sind wir runter in die Küche gegangen und haben uns erst mal die Hände gewaschen. Im Speisesaal haben wir den Tisch ganz ordentlich gedeckt und darüber gelernt wie man den Tisch richtig deckt. Dann haben wir angefangen zu kochen. Manche haben Gemüse für Salat geschnitten und andere haben  Nudeln und Tomatensoße gekocht. Als alle fertig waren konnten wir essen und haben über Tischmanieren geredet. Das Essen hat richtig lecker geschmeckt. Vor allem der Salat aus Gurken und Tomaten. Nach dem Essen mussten wir aufräumen und abwaschen."

Benjamin, Klasse 6

 

"Ich fand es mega gut, dass wir gekocht haben. Wir haben Nudeln mit Tomatensoße gekocht. Als Vorspeise haben wir einen Salat gemacht. Im Nachhinein haben wir es auch gegessen. Doch bevor wir in die Küche gegangen sind, haben wir gelernt wie man am Tisch sitzt und wie man einen Tisch deckt. Also im Groben und Ganzen haben wir Tischmanieren gelernt.
Die Nudeln haben lecker geschmeckt genauso wie der Salat. Am besten fand ich den Salat, weil ich allgemein Salat mag."

Piotr, Klasse 6

Märchenwettbewerb

Im Vorfeld der Niederzwehrener Märchentage schreibt die Johann Hinrich Wichern Realschule immer einen Märchenschreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler aus. Auch in diesem Jahr haben sich die 4.-6. Klassen der Wichern Grund- und Realschule getroffen, um die Jury für die eingesandten Märchen zu bilden. In zehn Gruppen aufgeteilt, konnten sie bis zu 10 Punkte für die Märchen vergeben, die dieses Jahr v.a. von Zusammenhalt und dem „Mut nicht aufzugeben“ handelten. Gewonnen hat das Märchen von Anastasia Lopatta, 13 Jahre alt, aus Niederzwehren. Ihr spannendes und romantisches Märchen mit dem Titel „Nur mit dem Herzen findet man das Glück“ erzählt davon, dass es nicht darum geht mit Äußerlichkeiten zu beeindrucken, sondern sich seines eigenen Wertes bewusst zu sein.

Das Einkaufzentrum DEZ sponsert jährlich sechs Einkaufsgutscheine für die Gewinner. Bei der Abschlussveranstaltung der Niederzwehrener Märchentage in der Matthäuskirche würdigte Stadträtin Susanne Völker den Einsatz der Schülerinnen und Schüler und übergab den anwesenden Gewinnerinnen und Gewinnern ihre Gutscheine.

Projekttag mit Michael Stahl

Erlernen von Sozialkompetenzen hat einen hohen Stellenwert in der Johann Hinrich Wichern Realschule, und so gab es für die Klassen 7-10 eine besondere Unterrichtseinheit: Michael Stahl, Bodyguard und Selbstverteidigungstrainer, berichtete aus seinem Leben und beantwortete die Frage: „Was macht einen Menschen wirklich stark?“

Mit großer Ehrlichkeit aber auch viel Humor erzählte er von seinem Leben. Als Sohn eines ortsbekannten Alkoholikers und durch die offensichtliche Armut war er in der Schule Zielscheibe von Spott und Prügel. Um dem etwas entgegenzusetzen, begann er als Jugendlicher Kampfsport zu trainieren.  Er wurde stark und erfolgreich. Obwohl er schließlich Prominente schütze - sogar den großen Boxer Muhammad Ali - blieb Michael innerlich der `kleine geprügelte Außenseiter, der sich nach Anerkennung sehnte´. „Lasst Euch nicht davon beeindrucken, wenn jemand `einen auf harten Kerl` macht“, so sein Rat an die Jugendlichen. „Echte Stärke hat nichts mit Muskeln zu tun sondern damit, seinen eigenen Wert zu kennen.“ Er selbst hat diesen Wert im christlichen Glauben gefunden. Dadurch fand er die Stärke denen zu vergeben, die ihn früher gequält haben, und den Mut, selbst um Vergebung zu bitten. So konnte er aus dem Schatten seiner Kindheit und Jugend treten. Michael Stahl ermutigte die Schülerinnen und Schüler echte Stärke im Leben zu zeigen indem sie Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen, füreinander einstehen und lernen um Vergebung zu bitten.

Einschulung der 5. Klasse 2018

"Wir haben einen Gottesdienst gemacht, wo es um den Regenbogen ging. Wir haben Lieder gesungen und haben Gaben für den Regenbogen gebracht. Es gab auch für jede Farbe eine Beschreibung. Wir haben unseren Patenkindern einen Regenbogen gegeben und haben dann noch Kuchen und anderes gegessen. Draußen wurde Tischball gespielt und ein paar von den Fünftklässlern haben mitgespielt."

Eliah, Klasse 6

 

"Die Einschulung der 5. Klasse war höchst interessant. Am Anfang machten die Lehrer die Begrüßung und die Predigt. Anschließend machten Piotr, Mark, Bardo und ich ein Anspiel. Nach dem Anspiel sangen wir ein Lied. Wir brachten dann Regenbogenfarben und sagten ein paar Worte dazu. Dann kam noch ein Lied. Die Lehrer segneten die Kinder noch während wir die selbstgebastelten Regenbögen vergaben. Zu guter Letzt gingen wir alle und vergaben die restlichen Regenbögen."

Natascha, Klasse 6

 

"Also es war ein cooler Gottesdienst. Ich habe mit Eliah einen Regenbogen gemalt. Es gab aber für jedes Kind einen. Manche Kinder haben etwas vorgetragen. Es wurde auch eine schöne Geschichte vorgelesen, nämlich die von Arche Noah, die sollte ja jeder kennen. Das war gut."

Bardo, Klasse 6

Stille Tage der Klasse 10

Vom 28.08.-30.08.2018 fuhr die zehnte Klasse der Johann Hinrich Wichern Realschule nach Malsfeld auf den Hof Largesberg. Begleitet wurde die Klasse von Friederike Fleck (Schulsozialarbeiterin) Daniel Voth (Nachmittagsbetreuung) und Harald Götte (Vorstand). Die Stillen Tage (Orientierungstage) sind für den jeweiligen Abschlussjahrgang der Realschule eine Tradition. In den drei Tagen haben die Schülerinnen und Schüler sich mit ihrer Persönlichkeit auseinandergesetzt sowie der Frage, welche Ziele und Wünsche die Einzelnen für ihre Zukunft haben. Die Tage waren gefüllt mit erlebnispädagogischen Aktionen und Spielen, Andachten, verbindender Gemeinschaft sowie genügend Raum, sich selbst und die Klassengemeinschaft zu reflektieren.

 

Themenabend "Pubertät" für Eltern und Interessierte - Wie umarmt man einen Kaktus?

Das Bad ist blockiert; Türen werden (laut) geschlossen; das einst fröhliche und unternehmungslustige Kind verwandelt sich scheinbar über Nacht in ein missmutiges, emotional instabiles Wesen, welches für elterliche Fürsorge nicht sehr empfänglich scheint…

Dass die Pubertätszeit mit vielen Herausforderungen gespickt ist, ist wohl jedem klar – aber wie reagiert man als Eltern richtig, wenn Pubertät tatsächlich „passiert“?

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Familienbildungsstätte hat der Christliche Schulverein der Johann Hinrich Wichern Schule einen Themenabend veranstaltet, der erfreulichen Zuspruch fand. Nicht nur eigene Grund- und Realschuleltern, sondern auch „Betroffene“ von außen waren gekommen um gemeinsam dem sehr amüsanten aber auch informativen Vortrag der Diplomsozialpädagogin Frau Zahn zuzuhören. Warum haben in dieser Zeit selbst Kleinigkeiten so großes Konfliktpotential und wie kann ein Miteinander trotzdem gelingen? Aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz berichtete Frau Zahn von Alltagssituationen im Leben mit einem „Pubertier“, wo man am Schmunzeln der Anwesenden unschwer erkennen konnte, dass die Schilderungen die häusliche Realität widerspiegeln. „Allein zu merken, dass „all das Unnormale“ sich in einem ganz normalen Rahmen bewegt, ist schon entlastend“, so ein Vater. Der Abend bot auch viele praktische Handlungstipps um diese Zeit besser zu überstehen: Klare  Regeln, die für alle in der Familie gleichermaßen gelten, kurze Anweisungen bei Aufgaben und die Rückfrage, ob man verstanden wurde und – ganz wichtig für alle Eltern: suchen sie Orte der Erholung auf und tanken sie Freude! Es gibt auch ein Leben nach der Pubertät!




   

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