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Die Hexentochter

Die Hexentochter

Es war einmal vor langer Zeit ein alte Hexe, die lebte ganz alleine im Wald, jedenfalls bis sie sich eine magische Person herbeigezaubert hatte. Die Hexe stand in ihrer Hexenküche und rührte eine magische Brühe und sagte dazu: “Ich möchte eine Tochter haben mit grünen Augen und roten Haaren und wich zurück. Da kam ein Mädchen mit feuerroten Harren und hellen grünen Augen und einem schwarzen Kleid. Die Hexe staunte, was sie für eine schöne Tochter hatte, aber irgendwas war schief gegangen. Die Tochter war bestimmt schon 15 Jahre alt und trug schon hohe schwarze Schuhe. Als die Dorfbewohner das hörten, brachen sie in Angst aus, und erlaubten ihren Kindern nicht mehr im Wald zu spielen, noch nicht einmal am Waldrand.

Zur selben Zeit gab die Hexenmutter ihrer Tochter einen Namen, den sie wunderschön fand und zwar „Schlange“. „Muss das sein? Kann ich nicht einen anderen Namen bekommen?“Da sagte die Mutter: „Entweder Schlange oder Spinne, du kannst es dir aussuchen.“ „Ich nehme Schlange.“, sagte Schlange.

Eines Tages ging sie in den Wald und traf einen weißen Raben. „Was bist du denn für ein komischer Vogel?“, fragte sie. „Ich bin in einen Topf mit weißer Farbe gefallen.“, rief er und flog weiter gegen einen Baum. Schlange schüttelte den Kopf und ging weiter. Sie traf im Dorf ein und sah. Wie ein herzloser Prinz Steuern einnahm. Da schimpfte sie: „Was bist du nur für ein herzloser Mensch! Von den armen Leuten das Geld einzunehmen.“ Sie verzauberte ihn in eine Katze. Als die Leute das sahen, hatten sie Angst vor ihr und liefen weg. Aber eine alte Frau lief nicht weg, sondern sagte: „Bleibt stehen! Sie hat uns gerade beschützt vor dem Prinzen.“ Da kamen die Leute zurück und zögerten etwas. Sie guckten sich um, aber die Hexentochter war weg. Sie hatte den verwandelten Prinz mitgenommen.

 Zur selben Zeit stand die Hexentochter in der Hexenküche ihrer Mutter. Der Prinz, also die Katze, saß auf einem Stuhl in der Hexenküche. Schlange stand am Hexenkochtopf und rührte einen Zaubertrank um. Es wurde eine rote Suppe die blubberte und eklig roch. Da jammerte der Prinz: „ Lass mich doch verschont!“ Nach dem er das gesagt hatte, zischte das rote Gebräu und aus rot wurde grün. Es war so laut, dass Schlange rief: „Niemals!“ Sie rief da aus dem Grund, weil sie aus dem Prinzen etwas Gutes machen wollte. Schlange nahm den großen Löffel und tunkte ihn in die grüne Soße. Sie gab den Löffel dem Prinzen und er trank. Sofort wurde er zum Frosch. Danach mixte sie etwas anderes zusammen und er wurde zum Zwerg und immer wieder ging es falsch. Als er nach drei Stunden endlich zum Prinzen wurde, wollte er sich bei ihr bedanken, aber sie sperrte ihn ein. Nach einer ganzen Weile kam die Mutter vom Kräutersammeln zurück. Das Mädchen versteckte den Prinzen im Kleiderschrank mit einer Flasche Wasser und einem Brot. Als die Mutter schon vor der Tür stand, bemerkte Schlange das Chaos und hexte alles sauber. Dabei spritzte etwas von dem Zaubertrank ins Wasserglas der Mutter, aber Schlange bemerkte es nicht. „Ach, Schlange.“, sagte die Mutter, „heute war es besonders anstrengend, überall Hexenfallen.“ Sie sah das Wasser und trank es. Auf einmal gewitterte und blitzte es, die Augen der Mutter wurden Blau und sie sagte: „Ich liebe mein Leben.“ Schlange dachte: „Meine Mutter ist gut geworden.“ Und sie freute sich so. Sie hatte den Prinzen vor lauter Glück total vergessen. Nach sieben Tagen zog sie sich ein neues Klein an und fand in ihrem Kleiderschrank den Prinzen. Der sagte: „Ich verspreche dir, ich werde nie wieder etwas Böses tun!“ und trat aus dem Kleiderschrank heraus.

Als er in sein Schloss zurückkam, wurde er herzlich begrüßt, aber er ging in die Goldkammer und packte einen Sack voller Gold und verteilte es im Dorf. Die Menschen waren so glücklich und als sie hörten dass die Hexe gut geworden war, waren sie noch glücklicher. Nun zogen die alte Hexe und Schlange ins Dorf in ein schönes Haus und lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Marlene Kerst
11 Jahre



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